Yoga für besseren Schlaf: 5 Haltungen zum Runterkommen

YOGA FÜR BESSEREN SCHLAF: 5 HALTUNGEN, DIE DEINEN KOPF ZUR RUHE BRINGEN

Tina Raab über Yoga für besseren Schlaf und ein ruhiges Nervensystem am Abend

Du liegst im Bett, todmüde, und Dein Kopf läuft trotzdem auf Hochtouren. Die To-do-Liste von morgen. Das Gespräch von heute. Die Gedanken, die sich kreisen und kreisen und nicht aufhören wollen. Dein Körper will schlafen, aber Dein System ist noch wach.

Hier kann Yoga ein Geschenk sein. Nicht das aktivierende, sondern das ganz ruhige, das Deinem Nervensystem sanft signalisiert: Der Tag ist vorbei. Du darfst jetzt loslassen. Ein paar weiche Haltungen vor dem Schlafen helfen Dir, aus der Anspannung in die Ruhe zu gleiten.

5 HALTUNGEN FÜR DEINE ABENDROUTINE

1. Die Beine an der Wand (Viparita Karani). Setz Dich seitlich an eine Wand und leg die Beine senkrecht nach oben, der Rücken liegt flach am Boden. Diese Haltung beruhigt Deinen Kreislauf, nimmt die Schwere aus den Beinen und schenkt Dir das Gefühl, dass die ganze Anspannung des Tages langsam aus Dir herausfließt. Bleib hier ein paar Minuten und atme tief.

2. Die Kindhaltung (Balasana). Knie auf dem Boden, Oberkörper nach vorne ablegen, Stirn auf die Matte. Die Stirn am Boden ist einer der ältesten Beruhigungspunkte, die wir kennen. Spür, wie Dein Rücken mit jedem Atemzug ein bisschen weicher wird.

3. Der liegende Schmetterling (Supta Baddha Konasana). Leg Dich auf den Rücken, bring die Fußsohlen zusammen und lass die Knie sanft zur Seite fallen. Eine zutiefst öffnende Haltung. Leg Dir ein Kissen unter jedes Knie, dann darf Dein Körper noch tiefer sinken und einfach getragen werden.

4. Die sanfte Vorbeuge im Sitzen (Paschimottanasana). Beine lang, Oberkörper ohne Ehrgeiz nach vorne sinken lassen. Diese nach innen gerichtete Haltung holt Dich aus dem Außen zurück zu Dir und hilft Deinem Geist, den Tag loszulassen.

5. Die Endentspannung (Savasana). Flach auf den Rücken, Arme locker neben Dir, Augen geschlossen. Atme langsam und tu wirklich nichts. Das ist Deine Brücke in den Schlaf. Hier kommt Dein ganzes System zur Ruhe, und vielleicht gleitest Du sogar direkt hinüber.

DIE FRAU, DIE NACHTS NIE ZUR RUHE KAM

Eine Klientin, nennen wir sie Sophie, hatte alles durch. Abendrituale, Lavendel, kein Handy, die ganze Liste. Und trotzdem lag sie Nacht für Nacht wach. Sie war überzeugt, sie sei einfach „eine schlechte Schläferin", als wäre das ihr Schicksal.

Was kaum jemand auf dem Schirm hat: Über die Darm-Hirn-Achse ist Dein Bauch direkt mit Deinem Kopf verbunden. Ist der Darm im Ungleichgewicht, kann er Dein Nervensystem nachts auf Hochtouren halten. Als wir bei Sophie genau dort hinschauten, fanden wir den Faden, der vorher fehlte. Ihr Schlaf wurde nicht über Nacht perfekt, aber zum ersten Mal verstand sie, warum er gestört war, und das war der Anfang.

WENN DER SCHLAF NICHT KOMMT, FRAG DEINEN BAUCH

Diese Abendroutine ist ein wunderbares Werkzeug, und an vielen Abenden reicht sie auch. Aber wenn Du Nacht für Nacht wach liegst, trotz aller Rituale, dann lohnt der Blick tiefer. Schlaf und Darm hängen enger zusammen, als die meisten ahnen.

Genau dort begleite ich Frauen, ganzheitlich, auf allen Ebenen, Körper, Geist und Seele. Über eine Stuhlanalyse schauen wir, was in Deinem Darm wirklich los ist, und finden gemeinsam einen Weg zurück zur Ruhe, der zu Dir passt.

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Ganz viel Freude,
Deine Tina

Höre bei allen Übungen auf Deinen Körper. Bei anhaltenden Schlafproblemen oder gesundheitlichen Einschränkungen sprich bitte mit einer Fachperson.

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